Freitag, 25. September 2015

Ein zweiter Hund - ....



.... passt der auch zu mir, meinem Leben und meinem Ersthund?




Ein Zweithund war schon immer mein Traum! Zu meinem tollen Herz- und Seelenhund Ren sollte noch ein kleiner Traumhund kommen. 
Da ich durch meinen Ex-Freund eigentlich immer 2 Hunde hatte, wusste ich im Grunde, worauf ich mich da einlasse! 
 

Ren und Wanda haben sich zwar nie großartig füreinander interessiert aber blöd fanden sie es auch nicht, dass noch ein 2. Hund da war. Zudem waren die Spaziergänge immer viel lustiger und spannender wenn ich mit 2 Hunden unterwegs war. 
Als dann der Ex-Freund und somit Wanda auch nicht mehr da war, verliefen unsere Spaziergänge irgendwie so trostlos. Ich hatte das Gefühl dass Ren nur noch so mitlief. Klar, er genoss auch nun die zurückkehrende vermehrte Aufmerksamkeit aber irgendwie fehlte etwas.



Das war der Zeitpunkt als ich beschloss dass noch ein 2. Hund einziehen sollte. Ren war zu dem Zeitpunkt fast 7. Das war in meinen Augen zumutbar, vor allem da er die Situation mit einem zweiten Hund ja kannte.

Wie es der Zufall also wollte hatten die Züchter, von denen ich Ren hatte, im Februar einen Wurf. Und siehe da, sie meinten, da wäre der perfekte Hund für uns dabei :) Und schwuppdiwupp hat sich Stimpy bzw Olga-Stimpy vom Eichsfeld, in mein Herz geschlichen. 


Pfingsten 2013 zog die Maus dann ein und war von Anfang an die Königin im Hause!



Sabrina von dem tollen Blog Die tut nichts hatte die Idee zu diesem Beitrag. Und da kam ich ihr mit meinen beiden Fellnasen in den Sinn um ein paar Fragen los zu werden. Sie fragte mich gleich ob ich nicht Lust zu einem gemeinsamen Artikel hätte und natürlich mache ich da gerne mit. Denn ich finde, durch Erfahrungen von anderen Hundehaltern kann man sich schon mal einen kleinen Einblick schaffen wie es laufen kann, aber natürlich nicht zwingend laufen muss!
Sie hatte einen 2. Hund zu Besuch und dann kann ich voll und ganz verstehen dass der Wunsch nach einem Zweithund aufkam!



[Sabrina] Zusammen mit beiden Hunden bin ich abends spazieren gegangen. Das klappte problemlos. Als wir am Wald angekommen waren, leine ich Queen ab. Für Izzy hatte ich eine Flexi – Leine mitgenommen, sodass er auch ein wenig mehr Freiheit hatte. Obwohl Izzy angeleint war und ja eigentlich gar nichts passieren konnte, schaute ich irgendwie nur nach ihm. Queen lief einfach so mit. 

Als wir im Garten spielten hab ich hauptsächlich mit Izzy gespielt. Ich wollte, dass er sich wohl fühlt und kein Heimweh bekommt. Queen lief mit ihrem Ball immer um uns herum. Plötzlich fiel mir auf, dass ich mit Queen noch gar nicht gekuschelt hab an dem Tag. 
Der Löwenanteil der Aufmerksamkeit galt Izzy. Nun frage ich mich, ob dies nur der Fall war, weil ich wollte, dass er sich wohl fühlt, oder ob das genauso wäre, wenn ein Welpe ins Haus käme?


[Steffi] Irgendwie ist es auch klar dass Du Dich mehr um Euren Besuch gekümmert hast. Ginge mir nicht anders! Schließlich möchte man ja dass der Hund gerne wieder kommt :)

Aber ich kann aus meiner Erfahrung sagen dass eigentlich immer ein Hund zu kurz kommt. Ich versuche zwar es recht ausgeglichen zu halten aber manchmal plagt mich schon mein schlechtes Gewissen.


Es geht bei uns schon beim Spaziergang los. Da Stimpy grundsätzlich an der Leine läuft versuche ich ja auch immer noch ein wenig mit ihr zu üben. Und Ren läuft dann eben immer so mit. Normalerweise läuft er sowieso vorweg und puzzelt immer so rum. Aber an manchen Tagen guckt er mich schon des Öfteren an und möchte dass ich mehr mit ihm interagiere.




Dann kommen noch unsere Hundeschultermine. Stimpy geht zum Dogdance. In der Zeit wartet er, je nach Jahreszeit, im Auto oder bei meinen Eltern. Wenn wir trailen bin ich glücklich da beide dabei sein können :)


Auch abends will immer einer meine Aufmerksamkeit…. Aber da geht es mittlerweile dass wir zu dritt auf dem Sofa liegen können. Das tolerieren mittlerweile beide :) Puh! 


Natürlich kann man bei zwei oder auch mehr Hunden eben nur seine geteilte Aufmerksamkeit geben. Dessen muss man sich bewusst sein. Und ich versuche auch immer wieder regelmäßig mein schlechtes Gewissen zu beruhigen. 


Ab und an gönne ich Ren und mir aber ein Wochenende nur ganz für uns. Entweder sind wir dann zusammen auf einer Fortbildung oder wir besuchen meine liebe Freundin in Lübeck :)
Stimpy bleibt dann mit meinem Freund zu Hause und wird auf Händen getragen. Die Prinzessin liebt das nämlich! Ren und ich kuscheln dann sehr viel. Er weicht mir dann in der Zeit einfach nicht von der Seite. Das genießen wir dann beide sehr!



[Sabrina] Queen darf eigentlich überall hin mitkommen, wo Hunde erlaubt sind. Ich frage mich, ob das überhaupt noch möglich ist, wenn ein zweiter Hund dabei wäre, noch dazu ein Schäferhund?




[Steffi] Ren war auch mein ständiger Begleiter. Ohne ihn bin ich nirgends hingegangen. Zumindest dorthin, wo es ohne Probleme möglich war. 
Seitdem Stimpy da ist überlege ich mir 2x ob ich die Hunde mitnehme oder sie nicht doch lieber zu Hause oder im Auto lasse. 
Denn zwei Hunde sind in dem Fall wie ein Sack Flöhe. Ich bin dadurch etwas abgelenkter und muss auch immer gucken dass sie keinen Leinensalat anrichten. Stimpy ist da ganz groß drin! Sie hat sogar mal einen Tisch umgerissen da sie einer Taube hinterher wollte! ;)
 

[Sabrina] Falls es zu einem zweiten Hund kommen sollte, dann steht für mich fest, dass es ein Welpe wäre. Ich stelle mir die erste Zeit sehr umständlich vor. Welpen dürfen noch nicht so lange spazieren gehen und müssen noch komplett erzogen werden. Wie habt ihr das organisiert?


[Steffi] Für mich war von Anfang an klar dass auch der 2. Hund ein Welpe wird!

Ich habe mir dann ab Pfingsten 2013 quasi meinen Erziehungsurlaub genommen. Ich habe dafür fast meinen gesamten Jahresurlaub genommen. 
4 Wochen voll und in der 5. Woche stundenweise sodass ich Stimpy ans alleine sein gewöhnen konnte!


Wir sind natürlich noch keine riesigen Runden gegangen aber glücklicherweise habe ich einen sehr großen Garten sodass die 2 trotzdem die ganze Zeit draußen sein konnten. Wenn es dann auf die große Runde ging, habe ich sie zwischendurch einfach getragen. 
Das geht glücklicherweise mit einem verhältnismäßig kleinen Hund wie einem Cocker.

Und bis auf die Erziehung hat alles super geklappt ;)



[Sabrina] Beschäftigen sich deine Hunde miteinander? Spielen sie zusammen? Meine Freundin hat ebenfalls zwei Hunde und erzählte, dass die beiden unzertrennlich seien. Sie würden zusammen spielen und zusammen schlafen. Wenn diese Situation eintreten würde, dann wäre das bestimmt harmonisch. Doch wie fühlt man sich als Hundehalter, wenn man weniger beachtet wird? Und was wäre, wenn sie sich überhaupt nicht miteinander beschäftigen? 


[Steffi] NEIN!!! Leider tun die beiden das überhaupt gar nicht! 
Auch wenn wir mit mehreren Hunden spazieren gehen, trotten die 2 Cocker voraus während die anderen sich über die Felder jagen! Das tut mir manchmal sehr weh wenn ich sehe dass sie nichts miteinander anfangen können. 
Ich hatte mir das ein wenig anders vorgestellt. Sie liegen gemeinsam im Körbchen. Spielen miteinander und jagen sich beim Spaziergang über die Gräben. Tja, aber leider ist nichts davon bis jetzt eingetreten und wir leben nun seit 2,5 Jahren zu dritt! 
Aber wenn ein anderer Hund kommt, der uns nicht freundlich gestimmt ist dann halten die zwei zusammen wie Pech und Schwefel!!! Also so ganz doof finden sie sich dann doch nicht ;)


Was viele auch oft unterschätzen sind die Kosten, die entstehen wenn man sich einen weiteren Hund nach Hause holt. Angefangen bei den Schlafplätzen, den Leinen und Geschirren bis hin zum Futter und Tierarzt. Die Versicherung ist auch nicht zu unterschätzen oder aber auch die Steuern. Das macht sich tatsächlich schon alles bemerkbar. 


Aber wenn man nun alles bedacht hat, sich um eine Unterkunft und Versorgung im Notfall gekümmert hat, soll bitte keine weitere Minute gezögert werden und das neues Familienmitglied kann ins neue zu Hause geholt werden J Denn mein Leben hat sich durch Stimpy komplett verändert! Und zwar ins Positive! Ich sehe die Hundeerziehung mitterlweile mit ganz anderen Augen, denn die Maus ist eine kleine Lebensaufgabe geworden ;) 


Ich würde mir also immer wieder einen zweiten Hund anschaffen wollen! Wenn man den Platz und die finanziellen Möglichkeiten hat dann spricht auch nichts dagegen (wenn der erste Hund nicht unbedingt ein eindeutiger Einzelgänger ist).

Ich möchte nie wieder ohne Hunde leben und genieße jeden Augenblick mit meinen beiden Fellmonstern :) 


[Sabrina] Was ich aus diesem gemeinsamen Artikel definitiv mitnehme, ist die Erkenntnis, dass die Entscheidung für oder gegen einen zweiten Hund nicht allzu leichtfertigt getroffen werden sollte. 
Man sollte sich bewusst machen, dass es vielleicht nicht so wird, wie man es sich vorgestellt hat. 
Vor allem in meiner Situation muss ich auf jeden Fall auch Queen berücksichtigen. Möchte sie vielleicht gar keinen zweiten Hund im Haus haben? Vielleicht wäre ein zweiter Schäferhund gar nicht das, was Queen gefallen würde? Möglichweise sind zwei Energiebündel in diesem Ausmaß gar nicht so gut füreinander. 
Ich glaube, ich werde erst einmal die Zeit mit Queen genießen. Sie ist noch jung und vielleicht ist der richtige Zeitpunkt erst in ein paar Jahren gekommen. Vielleicht ergibt es sich auch spontan. Ich bin mir jedoch sicher, dass in erster Linie Queen diese Entscheidung treffen wird. Denn das wichtigste ist, dass meine Maus glücklich ist…

Kommentare:

  1. Bei vielen Dingen habe ich auch unser Leben wiedererkannt - wobei es bei uns vielleicht etwas anders ist, weil seit 1997 immer zwei Hunde in unserem Haushalt leben und die früheren auch größer waren als die jetzigen. Ich nehme beide Hunde fast überall mit - im Büro, bei Ausflügen, bei Festen und in den Urlaub sowieso. Aber das hat sich im Lauf der Zeit auch so eingespielt. In den ersten Jahren mit Dingo und Lady war vieles nicht so selbstverständlich wie heute :)
    Aber es stimmt schon - man sollte es sich gut überlegen. Die finanzielle Sicherheit und die Versorgung im Notfall ist bei uns gegeben – aber für uns waren oft Krankheiten (von Mensch oder Hund) trotz eigenem Haus, Ehepartner, Job bei dem Hunde mitdürfen die größten Herausforderungen. Denn auch unsere verschiedenen Notfall-Hilfen greifen nur eine bestimmte Zeit und unter bestimmten Bedingungen und auch nicht mehr so gerne bei einer z. B. inkontinenten Hündin. Ein Partner der längere Zeit im Krankenhaus liegt will neben Haus, Job und Hunden auch noch Aufmerksamkeit und man selbst braucht auch manchmal einen Moment zum Durchatmen. Ansteckende Hundekrankheiten haben uns auch schon gestresst - wie trennt man am besten die Hunde komplett und wird doch noch allen gerecht.
    Aber der wichtigste Aspekt darf auch nicht vergessen werden: passt ein zweiter Hund überhaupt zu meinem Ersthund - oder passt er einfach nur gut in meine Vorstellung.
    Ich gebe zu, bei Damon bin ich mir manchmal nicht ganz sicher. Laika hat sicher perfekt zu ihm gepasst ... manchmal denke ich, er hätte auf Cara verzichten können. Er lebt mit ihr, spielt mit ihr und pflegt sie auch - aber es gibt seltene Momente, da denke ich er wäre mit einem anderen Hund glücklicher geworden.

    Ich kann mir ein Leben mit nur einem Hund schwer vorstellen ... aber es gibt trotzdem Momente, da hat es seinen Reiz ;)

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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  2. Wow, was für ein toller Post!! Es ist mein größter Traum, eines Tages einen Hund zu haben... Momentan habe ich leider zu wenig Platz und zu wenig Zeit dafür, aber ich arbeite hart daran, dass sich das ändert :)
    Alles Liebe,
    Anna von LianaLaurie

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    1. Vielen lieben Dank :)
      Oh jaaaa! Ein Hund ist schon was Tolles! Und ich wünsche Dir dass Dein Traum eines Tages in Erfüllung geht :)

      Viele liebe Grüße
      Steffi mit Ren & Stimpy

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  3. wie süß die sind, ich kann mir vorstellen, dass ein zweiter Hund viel Zeit und Zuwendung braucht, mit meinem Hund würde das aber wohl nicht klappen, dazu ist er zu sehr der "Herr im Haus" und er ist auch schon sehr alt, einen Welpen, der ihm auf der Nase herumtanzt würde er nicht dulden, für ihn ist das immer schon anstrengend, wenn nur andere Junge Hunde zu besuch kommen
    lg

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    1. Ja, ich hatte es mir auch ein wenig einfacher vorgestellt da mein erster Hund so perfekt (für mich zumindest) ist!
      Aber nun sehe ich meine Kleine als eine Herausforderung für alles, was noch in der Zukunft kommt :) Und ich habe durch sie schon so viel über mich und die postive Hundeerziehung gelernt :)

      Viele liebe Grüße

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